
Wer Fahrzeuge online anbietet, hat beim Kennzeichen vier Möglichkeiten: sichtbar lassen, verpixeln oder unscharf machen, einen Balken darüberlegen oder es durch eine Abdeckung ersetzen. Dieser Artikel vergleicht, wie jede Variante im Inserat wirkt und ob das Kennzeichen danach wirklich nicht mehr lesbar ist.
Warum das Kennzeichen überhaupt ein Datenschutzthema ist, steht in unserem Artikel Kennzeichen auf Fahrzeugfotos.
Was die Datenschutzaufsicht zum Verpixeln sagt
Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen schreibt in seinen FAQ zu Dashcams (Stand Juni 2024): „Eine Verpixelung der Kennzeichen, Personen und eventueller Aufschriften/Aufdrucke auf Fahrzeugen vor der Veröffentlichung führt zwar grundsätzlich zu einer Anonymisierung bei der Weiterverbreitung.“
Für den Datenschutz zählt also, dass das Kennzeichen danach nicht mehr lesbar ist. Für Ihr Inserat zählt zusätzlich, wie das Foto danach aussieht. Da unterscheiden sich die vier Varianten deutlich.
Die vier Varianten im Vergleich
| Variante | Danach lesbar? | Wirkung im Inserat |
|---|---|---|
| Kennzeichen sichtbar | Ja | Das Foto bleibt unbearbeitet, das Kennzeichen ist öffentlich |
| Unscharf oder verpixelt | Bei leichter Unschärfe teilweise | Ein verschwommener Fleck in einem sonst scharfen Foto |
| Schwarzer oder weißer Balken | Nein | Wirkt wie eine schnelle Maske |
| Abdeckung mit Ihrem Namen oder Logo | Nein | Sieht aus wie ein Kennzeichen und zeigt Ihren Betrieb |
Sichtbar lassen. Das Foto bleibt, wie es ist. Dafür kann jeder das Kennzeichen lesen, der das Inserat öffnet, mit allem, was im Artikel zum Datenschutz steht.
Unscharf machen oder verpixeln. Beide Verfahren ordnen die Pixel des Kennzeichens neu an, statt sie zu entfernen. Eine leichte Unschärfe kann auf einem hochauflösenden Foto lesbar bleiben. Eine starke fällt mitten in einem sonst scharfen Foto sofort auf. Wer verpixelt, sollte das Ergebnis in voller Größe prüfen.
Ein Balken. Ein schwarzer oder weißer Balken macht das Kennzeichen sicher unlesbar. Er sieht aber nach Bearbeitung aus, und jeder Käufer erkennt, dass hier etwas überdeckt wurde.
Eine Abdeckung mit Ihrem Namen. Eine vollflächige Abdeckung ersetzt die Pixel des Kennzeichens, vom Original bleibt in der Datei nichts übrig. Trägt sie den Namen oder das Logo Ihres Autohauses, sieht das Foto weiter wie ein Fahrzeugfoto aus, und Ihr Betrieb steht an einer gut sichtbaren Stelle.
Worauf es bei jeder Variante ankommt
- Alle Fotos eines Fahrzeugs. Front, Heck und Schrägansichten zeigen das Kennzeichen, Detailfotos vom Heck oft auch.
- Kontrolle in voller Größe. Die kleine Vorschau auf dem Handy verrät nicht, ob einzelne Zeichen erkennbar bleiben.
- Der Hintergrund. Machen Sie auch die Kennzeichen anderer Autos auf dem Hof unkenntlich, genau wie erkennbare Personen.
- Einheitlichkeit. Wenn jedes Fahrzeug gleich behandelt wird, wirkt Ihr Bestand geordnet, und kein Foto rutscht durch.
- Die Originale. Bewahren Sie die unbearbeiteten Fotos getrennt auf. Dann können Sie ein Bild neu erstellen, ohne das Fahrzeug neu zu fotografieren.
Abdecken statt verpixeln in Motuva
Motuva deckt das Kennzeichen ab, statt es unscharf zu machen. Wenn Sie ein Kennzeichen-Logo hinterlegt haben, setzt Motuva auf jeder neuen Anzeige ein Schild mit Ihrem Logo auf das Kennzeichen, auf jedem Foto, auf dem es eines findet, in Weiß, Gelb oder Schwarz. Für ein einzelnes Foto können Sie das Kennzeichen-Cover auf Sichtbar stellen. Mehr dazu auf der Seite Kennzeichen.
Für ein einzelnes Foto ohne Konto gibt es das kostenlose Tool zum Unkenntlichmachen von Kennzeichen. Dort können Sie das Kennzeichen verpixeln, unscharf machen oder abdecken.
Kostenlos starten: 20 Bilder im Monat im Free-Plan, ohne Kreditkarte.
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

